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Webdesigner findenWebsite ErstellungZusammenarbeit

So findest Du den richtigen Webdesigner

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Bei der Suche nach einem Webdesigner fällt die Entscheidung oft nach dem ersten Blick ins Portfolio: Gefällt der Stil, folgt meist eine Anfrage. Das Portfolio zeigt aber nur, wie fertige Ergebnisse aussehen, nicht, wie der Weg dorthin verläuft. Dieser Artikel zeigt, welche Kriterien darüber hinaus eine Rolle spielen.

Das Portfolio genauer prüfen, statt nur zu bewundern

Ein Portfolio zeigt in der Regel die besten, sorgfältig ausgewählten Arbeiten eines Anbieters, das allein sagt wenig über die durchschnittliche Qualität aus. Es lohnt sich, einzelne Projekte tatsächlich im Browser zu öffnen statt nur die Screenshots auf der Portfolio-Seite anzuschauen: Lädt die Seite zügig, funktioniert sie auf dem Smartphone genauso gut wie auf dem Desktop, wirkt sie auch heute noch aktuell.

Ganz sicher ist auch dieser Blick nicht. Wurde eine Website seit dem Launch verändert, kann das genauso gut der Kunde selbst gemacht haben, mit dem eigenen Content-Management-System und ohne den ursprünglichen Designer überhaupt zu fragen. Das Ergebnis sagt dann wenig über die Arbeit des Anbieters aus, sondern eher darüber, wie gut oder schlecht jemand anderes im Nachhinein selbst Hand angelegt hat.

Genauso aufschlussreich ist die Bandbreite der gezeigten Projekte. Wirken alle Websites im Portfolio nahezu identisch aufgebaut, nur mit anderen Farben und Bildern, deutet das oft auf ein Template hin, das für jeden Kunden nur leicht angepasst wird, statt auf eine individuell durchdachte Lösung.

Referenzen unabhängig vom Anbieter selbst einholen

Kundenstimmen auf der eigenen Website eines Anbieters sind naturgemäß positiv ausgewählt, schlechte Bewertungen stellt dort niemand aus. Aussagekräftiger sind Bewertungen auf unabhängigen Plattformen wie Google, wo auch kritische Stimmen sichtbar bleiben, oder ein direktes Gespräch mit einem früheren Kunden, sofern der Anbieter bereit ist, einen Kontakt herzustellen.

Allerdings hat nicht jeder gute Anbieter überhaupt Bewertungen vorzuweisen. Wer gerade erst als Freelancer gestartet ist, hatte schlicht noch keine Zeit, welche zu sammeln. Wer vorher als Designer fest in einer Agentur angestellt war, hat oft an denselben Projekten mitgearbeitet, die Bewertungen dazu liegen aber unter dem Namen der Agentur, nicht unter dem eigenen. Ein leeres Profil ist in diesen Fällen also eher ein Zeichen dafür, wie lange oder unter welchem Namen jemand schon selbstständig am Markt ist, als ein direkter Beleg für die Qualität der Arbeit.

Ein Google-Profil ist dabei auch technisch kein Agentur-Privileg. Freelancer können sich als Dienstleister ohne festen Kundenverkehr vor Ort eintragen und dabei die eigene Adresse verborgen halten, trotzdem erscheinen sie mit Bewertungen auf der Karte. Fehlt ein solcher Eintrag, heißt das eher, dass sich noch niemand darum gekümmert hat, als dass es für Einzelpersonen unmöglich wäre.

Und selbst dort, wo Bewertungen vorhanden sind, lassen sie sich von Bekannten schreiben lassen oder gezielt auswählen. Verlässlicher als die reine Zahl der Sterne bleibt deshalb das direkte Gespräch mit einem früheren Kunden. Dabei lohnen sich weniger Fragen zum fertigen Ergebnis als zum Ablauf: Wie verlief die Kommunikation während des Projekts, wurden Termine eingehalten, und wie wurde reagiert, wenn nach dem Launch doch noch etwas angepasst werden musste.

Kommunikation vor dem ersten Auftrag

Wie ein Anbieter bereits im ersten Kontakt kommuniziert, sagt oft mehr über die spätere Zusammenarbeit aus als jedes Portfolio. Werden Rückfragen zum Unternehmen, zur Zielgruppe oder zu den Zielen der Website gestellt, oder geht es von der ersten Nachricht an ausschließlich um Design-Vorlieben und Farben.

Ein Anbieter, der ohne nähere Fragen sofort ein Angebot mit fixem Preis nennt, hat entweder sehr viel Erfahrung mit vergleichbaren Projekten oder kalkuliert grob ins Blaue hinein. Beides lässt sich am ehesten durch gezielte Nachfragen unterscheiden.

Wie über Struktur und Ziele gesprochen wird

Ein gutes Zeichen ist, wenn ein Anbieter von sich aus über die Struktur der Website spricht, bevor überhaupt Design-Fragen aufkommen: welche Seiten es braucht, in welcher Reihenfolge Inhalte präsentiert werden und wie ein Besucher zur gewünschten Handlung geführt wird.

Warum diese Struktur am Ende oft wichtiger ist als das reine Erscheinungsbild, erkläre ich hier."Struktur entscheidet, ob dein Design wirkt"

Wird dagegen ausschließlich über visuelle Vorlieben gesprochen, ohne dass Ziele, Zielgruppe oder Inhalte zur Sprache kommen, bleibt am Ende oft eine hübsche, aber wirkungslose Website übrig.

Umgang mit Preisen und Prozess

Ein seriöser Anbieter kann erklären, wie sich sein Preis zusammensetzt und welche Phasen ein Projekt bei ihm durchläuft, statt nur eine Gesamtsumme zu nennen. Das schließt auch die Frage ein, was nach dem Launch passiert: Gibt es eine Phase, in der noch kleinere Anpassungen inklusive sind, oder endet die Zusammenarbeit mit dem Livegang der Seite abrupt.

Wie ein solcher Ablauf konkret aussehen kann, zeige ich hier Schritt für Schritt."So läuft ein Website-Projekt Schritt für Schritt"

Typische Warnsignale

Ein auffällig niedriger Preis im Vergleich zu vergleichbaren Angeboten hat fast immer einen Grund, meist bei der Qualität der Umsetzung, bei fehlender Betreuung nach dem Launch oder bei versteckten Zusatzkosten, die erst später auftauchen.

Ebenfalls ein Warnsignal ist ein Anbieter, der eigene Design-Entscheidungen nicht begründen kann. Auf die Frage, warum eine bestimmte Struktur oder ein bestimmtes Element vorgeschlagen wird, sollte mehr kommen als eine allgemeine Aussage wie “das sieht einfach besser aus”.

Vorsicht ist auch angebracht, wenn ausschließlich über ein bestimmtes Theme oder Template gesprochen wird, das lediglich mit den eigenen Inhalten befüllt werden soll, ohne dass Struktur oder Design tatsächlich auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten werden.

Ob dabei ein Freelancer oder eine Agentur die passendere Wahl ist, hängt wiederum von anderen Faktoren ab als der reinen Qualifikation.

Die Unterschiede zwischen beiden Optionen habe ich hier gegenübergestellt."Freelancer oder Agentur"

FAQ

  • Ist ein günstigerer Anbieter automatisch schlechter?

    Nicht zwangsläufig, aber ein auffällig niedriger Preis sollte eine konkrete Nachfrage wert sein: Was genau ist im Preis enthalten, und was fehlt im Vergleich zu teureren Angeboten? Oft liegt der Unterschied in Betreuung, individueller Konzeption oder Leistungen, die erst nach dem Launch fehlen.

  • Wie viele Angebote sollte ich einholen?

    Zwei bis drei Gespräche reichen in der Regel aus, um ein Gefühl für Preisniveau, Kommunikation und Herangehensweise zu bekommen. Deutlich mehr Angebote einzuholen kostet vor allem Zeit, ohne die Entscheidung wesentlich zu erleichtern.

  • Freelancer oder Agentur, was ist die bessere Wahl?

    Das hängt weniger von der Qualität als von Projektgröße, Budget und benötigter Kapazität ab. Beide Formen können ein Projekt hervorragend umsetzen, die Unterschiede liegen eher in Erreichbarkeit, Spezialisierung und Preisniveau.

  • Wie merke ich, ob ein Angebot realistisch kalkuliert ist?

    Ein realistisches Angebot lässt sich erklären: Welche Phasen sind enthalten, wie viele Korrekturschleifen, was passiert bei zusätzlichem Aufwand. Ein Angebot, das nur eine Gesamtsumme ohne weitere Erklärung nennt, lässt sich schwerer einschätzen.

  • Was, wenn ich mich falsch entschieden habe?

    Ein klar formuliertes, schriftliches Angebot schützt in solchen Fällen beide Seiten, da der vereinbarte Leistungsumfang nachvollziehbar bleibt. Zeigen sich bereits in der ersten Phase deutliche Kommunikationsprobleme, lohnt sich ein offenes Gespräch darüber, bevor das Projekt weiter fortschreitet.

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