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Was ist ein Website Audit?
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Was ist ein Website Audit?

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Wer nach einem Website Audit sucht, bekommt schnell sehr unterschiedliche Angebote – von automatisierten SEO-Reports für 0€ bis zu mehrtägigen Analysen für mehrere Tausend Euro. Das liegt daran, dass „Website Audit” kein einheitlicher Begriff ist. Je nachdem, was geprüft wird, sind Methode, Aufwand und Ergebnis grundverschieden.

Dieser Artikel erklärt, welche Audit-Arten es gibt, was sie jeweils prüfen – und wann welcher der sinnvollere Ausgangspunkt ist.

Was alle Audit-Arten gemeinsam haben

Jeder Website Audit hat dasselbe Grundprinzip: Eine Website wird systematisch auf konkrete Schwachstellen untersucht – mit dem Ziel, am Ende zu wissen, wo Handlungsbedarf besteht und in welcher Reihenfolge man ihn angehen sollte.

Der Unterschied liegt im Blickwinkel. Der Unterschied liegt im Blickwinkel: Ein SEO-Audit untersucht, wie Besucher auf die Seite kommen. Ein technischer Audit prüft, was im Hintergrund passiert – Ladezeit, Fehler, Infrastruktur. Ein UX-Audit schaut darauf, was Besucher auf der Seite erleben und warum sie bleiben oder gehen. Jeder dieser Blickwinkel zeigt echte Probleme – aber immer nur einen Ausschnitt davon.

SEO-Audit

Ein SEO-Audit analysiert, wie gut eine Website in Suchmaschinen sichtbar ist und warum bestimmte Seiten ranken – oder eben nicht. Typische Inhalte: welche Keywords die Seite bereits abdeckt, wie die interne Verlinkung aufgebaut ist, ob es Duplicate Content gibt, wie die Seite in der Google Search Console dasteht und ob Backlinks vorhanden sind.

Ein SEO-Audit ist der richtige Ausgangspunkt, wenn organischer Traffic wächst oder einbricht und du verstehen willst, warum – oder wenn du eine neue Seite aufbaust und wissen willst, mit welchen Themen du realistisch Sichtbarkeit aufbauen kannst.

Was ein SEO-Audit nicht beantwortet: ob Besucher nach der Ankunft finden, was sie suchen – und ob die Seite genug Vertrauen aufbaut, damit aus einem Besuch eine Anfrage wird.

Technischer Audit

Ein technischer Audit prüft die Infrastruktur der Website – alles, was Besucher nicht sehen, aber spüren. Ladezeit, Core Web Vitals, fehlerhafte Links, Crawling-Fehler, SSL-Zertifikat, korrekte Weiterleitungen, mobile Darstellung auf Geräteebene.

Technische Probleme sind oft unsichtbar, bis sie einen messbaren Schaden angerichtet haben: eine Website, die nach einem Plugin-Update ausfällt, oder eine Seite, die nach einem Relaunch aus dem Google-Index verschwindet. Wer erst dann prüft, wenn etwas nicht mehr funktioniert, zahlt meist mehr als nötig.

Er ist besonders relevant vor einem Relaunch, nach einem Launch und immer dann, wenn Rankings oder Ladezeiten sich ohne erkennbaren Grund verschlechtern.

UX/UI-Audit

Ein UX/UI-Audit untersucht, wie sich eine Website für echte Besucher anfühlt und verhält. Findet der Nutzer, was er sucht? Ist die Navigation selbsterklärend? Führt die Seite zu einem klaren nächsten Schritt – oder lässt sie den Besucher orientierungslos zurück?

Neben der Nutzerführung prüft ein UX/UI-Audit auch das visuelle Design: Typografie, Kontrast, Lesbarkeit, visuelle Hierarchie. Und die mobile Version – denn mehr als 60 Prozent des Web-Traffics kommt heute von Smartphones, und viele Unternehmenswebsites sind dort schlicht nicht bedienbar.

Dieser Audit-Typ ist besonders aufschlussreich, wenn eine Website zwar Besucher hat, aber wenige Anfragen generiert – und wenn unklar ist, wo Nutzer abspringen und warum.

Marketing- und Conversion-Audit

Ein Marketing-Audit betrachtet die Website aus der Perspektive des Besuchers, der noch keine Kaufentscheidung getroffen hat: Versteht er auf Anhieb, was das Unternehmen anbietet und für wen? Baut die Seite Vertrauen auf – durch Referenzen, Kundenstimmen, echte Einblicke? Gibt es einen klaren Call-to-Action, der zum richtigen Moment erscheint?

Viele Websites kommunizieren über das Unternehmen, statt über das Problem des Besuchers. Das ist ein häufiger Grund, warum Seiten mit gutem Traffic trotzdem kaum Anfragen bringen. Ein Marketing-Audit macht sichtbar, ob die Inhalte die richtigen Menschen ansprechen – und ob sie sie zu einer Handlung bewegen.

Accessibility-Audit

Ein Accessibility-Audit prüft, ob eine Website für Menschen mit Einschränkungen nutzbar ist – und ob sie die gesetzlichen Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) erfüllt, das seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmenswebsites gilt.

Geprüft wird unter anderem: ausreichender Farbkontrast, Textalternativen für Bilder, Bedienbarkeit per Tastatur, korrekte Struktur für Screenreader und verständliche Fehlermeldungen in Formularen. Ein Accessibility-Audit ist besonders dann dringend, wenn eine Website ein Kontaktformular, eine Buchungsmaske oder einen Shop enthält – denn genau dort greift das BFSG.

Wann reicht eine Audit-Art und wann braucht es mehrere?

In der Praxis sind die wenigsten Website-Probleme auf einen einzigen Bereich beschränkt. Eine Website, die keine Anfragen bringt, kann gleichzeitig technisch langsam, kommunikativ unklar und in der Nutzerführung schwach sein. Wer nur einen dieser Punkte prüft, sieht nur einen Teil des Problems.

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen, die herausfinden wollen, warum ihre Website nicht liefert, was sie soll, ist ein kombinierter Audit aus Technik, UX und Marketing der sinnvollere Ausgangspunkt. Er liefert ein vollständiges Bild – und zeigt, wo der größte Hebel liegt, bevor Geld in Maßnahmen fließt, die vielleicht am falschen Punkt ansetzen.

Ein reiner SEO-Audit macht Sinn, wenn Traffic das einzige Thema ist – etwa wenn Rankings eingebrochen sind oder eine neue Seite aufgebaut wird. Ein Accessibility-Audit ist dann das richtige Werkzeug, wenn BFSG-Konformität das konkrete Ziel ist. Für alles andere – und das ist in der Praxis der häufigere Fall – liefert ein kombinierter Audit aus Technik, UX und Marketing das vollständigere Bild: Er zeigt, wo der größte Hebel liegt, bevor Geld in Maßnahmen fließt, die vielleicht am falschen Punkt ansetzen.

FAQ

  • Was kostet ein Website Audit?

    Das hängt stark vom Umfang und der Audit-Art ab. Automatisierte SEO-Tools gibt es kostenlos, liefern aber keine interpretierten Handlungsempfehlungen. Ein manueller kombinierter Audit für eine kleine bis mittlere Unternehmenswebsite liegt typischerweise zwischen 300 und 800€.

  • Wie lange dauert ein Website Audit?

    Ein automatisierter Report ist in Minuten fertig, aber er ersetzt keine manuelle Analyse. Ein sorgfältig durchgeführter manueller Audit dauert je nach Website-Größe drei bis sieben Werktage.

  • Was bekomme ich am Ende eines Audits?

    Das hängt vom Anbieter ab. Automatisierte Tools liefern Rohdaten. Ein manueller Audit sollte ein strukturiertes Dokument liefern, das konkrete Befunde erklärt, priorisiert und mit umsetzbaren Empfehlungen versieht, damit Du weißt, was als erstes zu tun ist.

  • Brauche ich einen Audit vor einem Relaunch?

    Ja, besonders dann, wenn die bestehende Website organischen Traffic hat. Ein Audit vor dem Relaunch zeigt, welche Seiten und URLs geschützt werden müssen, damit keine Rankings verloren gehen. Das ist eine der häufigsten und teuersten Lücken bei schlecht geplanten Relaunches.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem SEO-Audit und einem UX-Audit?

    Ein SEO-Audit untersucht, wie gut die Website in Suchmaschinen sichtbar ist. Ein UX-Audit untersucht, was mit Besuchern passiert, nachdem sie angekommen sind. Beides ist relevant, aber für unterschiedliche Fragestellungen.

  • Macht ein Audit auch Sinn, wenn die Website noch relativ neu ist?

    Ja, besonders dann, wenn sie trotz normalem Traffic keine Anfragen bringt. Eine neue Website schützt nicht vor strukturellen oder kommunikativen Problemen, die sich von innen oft nicht erkennen lassen.

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