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UX Audit für Unternehmenswebsites
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UX Audit für Unternehmenswebsites

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Viele Unternehmenswebsites haben eigentlich kein Traffic-Problem, sondern ein Problem damit, was mit diesem Traffic passiert. Besucher kommen, schauen kurz, und verschwinden wieder, ohne eine Anfrage gestellt zu haben. Ein UX Audit macht sichtbar, warum das so ist.

Was bedeutet UX und warum es für KMU relevant ist

UX steht für User Experience, die Erfahrung, die ein Besucher macht, wenn er eine Website nutzt. Findet er sich zurecht, versteht er das Angebot und weiß er, was er als nächstes tun soll, oder verlässt er die Seite mit dem Gefühl, nicht das Gesuchte gefunden zu haben?

Das klingt abstrakt, hat aber sehr konkrete Auswirkungen. Eine Website mit schlechter Nutzerführung verliert Besucher an Stellen, die der Inhaber nie zu Gesicht bekommt, weil es keine Rückmeldung gibt. Der Besucher verschwindet einfach.

Für kleine und mittlere Unternehmen, die über ihre Website Neukunden gewinnen wollen, ist UX deshalb kein Thema für große Konzerne mit Forschungsbudget. Es ist die Frage, ob ein Interessent eine Anfrage stellt oder zur Konkurrenz geht.

Was ein UX Audit konkret prüft

Ein UX Audit für eine Unternehmenswebsite analysiert systematisch, wie Besucher die Seite erleben, ohne Nutzertests oder Eye-Tracking, sondern auf Basis etablierter UX-Prinzipien und einer strukturierten Bestandsanalyse.

Der Ausgangspunkt ist fast immer der erste Eindruck: Was versteht ein Besucher in den ersten fünf Sekunden, und ist erkennbar, was das Unternehmen anbietet und für wen? Viele Startseiten beantworten diese Frage nicht schnell genug und verlieren den Besucher, bevor er weitergescrollt hat.

Daran schließt sich die Seitenstruktur an. Eine selbsterklärende Navigation lässt Besucher finden, was sie suchen, ohne darüber nachdenken zu müssen. Dabei geht es nicht nur um fehlende Seiten, sondern auch um solche, die Platz wegnehmen, ohne dass sie jemand braucht.

Eng damit verbunden ist der Seitenfluss: ob die Seite den Besucher zu einem Ziel führt oder ihn orientierungslos lässt. Dazu gehören klare Handlungsaufforderungen an den richtigen Stellen und ein Weg von der Startseite zur Kontaktaufnahme ohne unnötige Umwege.

Geprüft wird außerdem die visuelle Hierarchie: Erkennt der Besucher sofort, was wichtig ist? Schriftgröße, Zeilenabstand und Kontrast entscheiden dabei, ob Überschriften und visuelle Elemente den Lesefluss unterstützen oder unterbrechen.

Ein eigener Prüfpunkt ist die mobile Nutzbarkeit. Mehr als 60 Prozent der Besucher kommen heute über mobile Geräte (Statcounter, 2025). Responsive Design bedeutet dabei lediglich, dass die Seite auf verschiedene Bildschirmgrößen reagiert, ob sie auf dem Smartphone tatsächlich bedienbar ist, zeigt sich erst im Detail: Sind Buttons groß genug für den Daumen? Lässt sich das Kontaktformular auf einem 6-Zoll-Display überhaupt ausfüllen?

Zuletzt werden die Conversion-Punkte analysiert: die Länge des Kontaktformulars, eine Bestätigung nach dem Absenden und eine klare Kommunikation darüber, was nach der Anfrage als Nächstes passiert.

Die häufigsten UX-Probleme auf Unternehmenswebsites

Nach Dutzenden von Audits wiederholen sich bestimmte Probleme mit erstaunlicher Regelmäßigkeit.

Am häufigsten ist die Startseite aus der Perspektive des Unternehmens geschrieben, nicht aus der des Besuchers. „Wir sind seit 20 Jahren in der Branche tätig” beantwortet nicht die Frage, die der Besucher mitgebracht hat: „Kann mir das hier helfen?”

Die Navigation enthält in den meisten Fällen zu viele Punkte. Ab sieben Navigationspunkten beginnen Besucher, Entscheidungen zu vermeiden, jeder zusätzliche Punkt erhöht die kognitive Last und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher den richtigen wählt.

Dazu kommt ein Call-to-Action, der entweder zu spät auftaucht oder zu selten wiederholt wird. Ein einzelner „Kontakt”-Link im Footer ist kein Handlungsaufruf. Und das Kontaktformular fragt in vielen Fällen deutlich zu viel ab, dabei reichen Name, E-Mail und eine kurze Nachricht für den ersten Kontakt fast immer aus, jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Ausfüllrate spürbar.

Was mich dabei am meisten überrascht hat, als ich mit Audits angefangen habe: Die mobile Version ist oft das größte unerkannte Problem. Technisch ist die Seite responsive, aber auf dem Smartphone kaum bedienbar. Das fällt auf, sobald man die Seite selbst einmal auf dem Telefon aufruft, und fällt dem Inhaber trotzdem jahrelang nicht auf.

Was ein UX Audit nicht leistet

Ein UX Audit analysiert das Erlebnis auf der Seite. Er ersetzt weder einen SEO-Audit, der die Sichtbarkeit bei Google untersucht, noch eine umfassende Marketing-Analyse, die prüft, ob die Inhalte die richtigen Menschen ansprechen und das richtige Signal senden.

In der Praxis hängen UX, Marketing und Technik eng zusammen. Eine Seite mit guter Nutzerführung, aber schlechter Kommunikation konvertiert genauso wenig wie eine Seite mit guten Inhalten, aber unklarer Navigation. Wer ein vollständiges Bild braucht, kommt an einem kombinierten Audit nicht vorbei.

Was nach dem Audit passiert

Ein UX Audit liefert konkrete Befunde und priorisierte Handlungsempfehlungen. Was dann folgt, hängt davon ab, wie tief die Probleme sitzen.

Manche Probleme lassen sich mit kleinen Eingriffen lösen: ein überarbeiteter Seiteneinstieg, ein klarerer CTA, ein vereinfachtes Formular. Das sind Maßnahmen, die innerhalb weniger Tage umgesetzt werden können und sofort messbar sind.

Andere Probleme sitzen tiefer, in der Grundstruktur der Seite oder in der technischen Umsetzung. In diesen Fällen zeigt der Audit, ob gezielte Anpassungen ausreichen oder ob ein Relaunch der wirtschaftlich sinnvollere Weg ist.

In beiden Fällen weißt du nach dem Audit, womit du es zu tun hast, und kannst gezielt entscheiden, statt zu raten.

FAQ

  • Was kostet ein UX Audit für eine Unternehmenswebsite?

    Ein manueller UX Audit für eine kleine bis mittlere Unternehmenswebsite liegt typischerweise zwischen 300 und 800€. Automatisierte Tools prüfen keine UX, sie messen technische Metriken, aber nicht, ob ein Besucher findet, was er sucht.

  • Wie lange dauert ein UX Audit?

    Je nach Umfang der Website zwischen drei und sieben Werktagen. Das Ergebnis ist ein strukturiertes Dokument mit konkreten Befunden und priorisierten Empfehlungen.

  • Brauche ich für einen UX Audit Nutzerdaten oder Heatmaps?

    Hilfreich, aber nicht zwingend. Ein erfahrener UX-Spezialist erkennt strukturelle Probleme auf Basis etablierter Prinzipien, auch ohne Tracking-Daten. Wenn Google Analytics eingerichtet ist, liefert es ergänzende Hinweise darauf, wo Besucher abspringen.

  • Was unterscheidet einen UX Audit von einem SEO-Audit?

    Ein SEO-Audit untersucht, wie Besucher auf die Seite kommen. Ein UX Audit untersucht, was danach passiert. Beide sind relevant, aber für unterschiedliche Fragestellungen. Wer Traffic hat, aber keine Anfragen, hat meistens ein UX-Problem.

  • Kann ich nach dem Audit die Empfehlungen selbst umsetzen?

    Viele kleinere Anpassungen lassen sich mit einem CMS wie WordPress selbst umsetzen, etwa Texte überarbeiten, Formulare vereinfachen, CTAs ergänzen. Für strukturelle Änderungen oder technische Anpassungen brauchst du in der Regel jemanden, der die Seite kennt.

  • Wann lohnt sich ein UX Audit besonders?

    Wenn Traffic vorhanden ist, aber Anfragen ausbleiben. Wenn ein Relaunch geplant ist und du verstehen willst, was auf der bestehenden Seite nicht funktioniert, damit der neue Anlauf nicht dieselben Fehler wiederholt. Und immer dann, wenn du das Gefühl hast, dass die Seite ihren Job nicht macht, aber nicht weißt, woran es liegt. Welche konkreten Symptome auf ein solches Problem hindeuten, habe ich hier gesammelt:

    "Warnzeichen einer schlechten Website"

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